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Allgemeines über Motorräder

Definition: Motorrad

Motorräder in ihrer ursprünglichen Form bestanden aus zwei hintereinander stehenden Rädern, einem Motor und einem oder zwei Sätteln. Fernerhin aus diversen anderen Teilen wie Lenker, Bremsen, Tank oder Pedalen. Bei verschiedenen Ausführungen, die heute auf der Straße fahren, ist sich der Laie nicht mehr sicher, ob das, was da an ihm vorbeifährt, noch zu den Motorrädern oder schon eher zu den PKWs zählt.

Frühgeschichtliches

1869, als die Entwicklung der Fahrzeuge noch in den Kinderschuhen steckte, wurde aus dem schon vorhandenen Fahrrad mithilfe eines Dampfantriebs ein Fahrzeug, welches nicht mehr aus eigener Muskelkraft angetrieben wurde. Das Dampfzweirad gilt als Vorreiter des Motorrads.

Das erste Motorrad verkehrte 1885 auf der Straße und hatte Stützräder. Es war so schwer, dass diese seitlichen Hilfen nötig waren.

Die Entwicklung und Geschichte des Motorrads ging stetig weiter. Der Spritzdüsenvergaser 1893, die Magnetzündung 1901, im Jahr 1902 der V-Motor. Vierzylindermotor und Kardanwelle kamen 1904. In diesem Jahr wurde auch der Gasdrehgriff von Oscar Hedstrom, einem Motorradpionier aus Schweden, entwickelt.

1. Weltkrieg

Im Ersten Weltkrieg spielten Motorräder eine große Rolle. Die motorisierten Zweiräder brauchten wenig Pflege, und solange sie genügend Treibstoff hatten und genügend Fahrer vorhanden waren, fuhren sie unermüdlich. Das ermöglichte den Motorradherstellern gut bezahlte Entwicklungsarbeit und brachte viele Innovationen, die nach dem Krieg auch den privaten Motorradfahrern zugutekamen. Zudem wurden Beiwagen für das Militär entwickelt, die nach dem Ersten Weltkrieg Verwendung im außermilitärischen Bereich fanden. Beiwagen ermöglichten es, bis zu drei Personen, mit dem Motorrad zu befördern oder eine größere Menge Gepäck zu transportieren.

Einer der größten Motorradhersteller in den 20er Jahren war DKW. Das bekannteste Motorrad, die RT 125, kam auch bei der Wehrmacht zum Einsatz. Im Zweiten Weltkrieg waren wieder die Motorräder ein wichtiger Teil in der Kriegsorganisation. Abermals wurde dadurch die Entwicklung vorangetrieben.

Die goldenen Motorradzeiten

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen vor allem japanische Motorradhersteller die Produktion auf. Einzig die Koto Trading-Company hatte bereits 1935 eine Harley Davidson in Lizenz gebaut. Viele Menschen kauften sich nach dem Zweiten Weltkrieg Motorräder, als günstiges, schnelles und unabhängiges Verkehrsmittel. Autos sprengten zu dieser Zeit bei vielen Menschen den finanziellen Rahmen. Bis 1959 waren in der damaligen BRD mehr Motorräder als Autos auf der Straße. In der DDR, in der die Autoproduktion sehr reglementiert war, dauerte die „Vorherrschaft“ der Motorräder gar bis 1989.

Andere Motorräder

Dreirädrige Fahrzeuge, Trikes genannt, werden mit einem Motorradführerschein gefahren. Trikes wurden ursprünglich mit VW-Käfer-Motor und -Hintergabel ausgerüstet und besaßen die Vordergabel einer Chopper. Die Motorradmarke Bombardier baut seit Jahren erfolgreich Dreirad-Roadster unter dem Namen Can-Am-Spyder. Je nach Bauart und Zulassung fährt man ein Trike mit Sicherheitsgurt oder Schutzhelm.

Quads haben vier Räder und eine Sitzbank. Sie werden, ebenso wie der Twizy von Renault, der zwei hintereinander stehende Sitze hat, nicht als „Zweiräder“ definiert. Fahrzeugbesitzer mit dem Führerschein Klasse AM und Klasse B können Quads fahren.

Es gibt noch viele andere verschiedene Motorradtypen, die anders aussehen oder eine bestimmte technische Eigenschaft haben, die andere Motorräder nicht aufweisen. Sie alle aufzuzählen würde den Beitrag sprengen.

Eins aber haben alle Zweiräder gemeinsam: Ihren Fahrern macht genau diese Art der Fortbewegung große Freude.